KÜRBIS Kürbisgewächse (Speisekürbis, Zucchini, Zierkürbis) 10 Vorkultur Auspflanzung Direktsaat Ernte IV–V V–VI V–VI VIII–XI aum ein Gemüse präsentiert sich dem Gärtner in solch formenreicher und farbenfroher Vielfalt wie der Kürbis. on wahren Riesen, wie dem Atlantic Giant, mit einem Fruchtgewicht von bis zu 500 kg, bis hin zu hübschen Winzlingen, wie z.B. Zierkürbis Dornenkrone und dekorativen Speisekürbissorten, wie Sweet Dumpling, ist alles vertreten. ie oft verwendeten Kürbis-Bezeichnungen, sind zur botanisch korrekten Unterscheidung der einzelnen Arten des Kürbisses ungeeignet. So zielt beispielsweise die US-amerikanische Bezeichnung „pumpkin“ ( sprich: pamp-kin) als Herleitung von pepo bzw. pompon aller Wahrscheinlichkeit nach nur auf runde Fruchtformen ab. Daneben stößt man auch auf die Bezeichnung „squash“ ( sprich: skwosch). Hier nun ist die Sprachwurzel in einem Wort der nordamerikanischen Ureinwohner zu suchen. Mit „askútasquash“ wurden jene Früchte bezeichnet, die „grün“ bereits zu verwenden waren. In Europa präsentiert sich der Kürbis ebenso vielschichtig wie seine Namensgebung. Bis zum Mittelalter wurden in antiken Aufzeichnungen Kürbis, Melone, (=Koloquinte) und Gurke oft verwechselt und so sind Missverständnisse bis in unsere Tage unvermeidbar. Die Heimat der bekanntesten Kürbis-Arten liegt am amerikanischen Kontinent; somit ist es höchstwahrscheinlich, dass die heute meistkultivierten und sortenreichen Spezies Cucurbita maxima (=Riesenkürbis), Cucurbita pepo (=Gartenkürbis) und Cucurbita moschata (=Moschuskürbis) ihren Weg nach Europa erst finden konnten, nachdem Amerika entdeckt wurde. Auch die Zucchini zählt botanisch gesehen zu Cucurbita pepo und heißt frei übersetzt „kleiner Kürbis“ (ital.: zucca = Kürbis). Der Kürbis-Anbau ist relativ problemlos und für den „GartenEinsteiger“ empfehleswert. Die Aussaat zur Anzucht von Jungpflanzen erfolgt ab Anfang April in Töpfe. Erst nach den Spätfrösten, also etwa Mitte Mai, werden die Pflänzchen, sortenabhängig aber im Durchschnitt in einem Abstand von ca. 80 x 80 cm ins Beet gesetzt. Direktsaat ins Freiland ist ab Anfang Mai möglich. Ausreichende Wasser- und Nährstoffversorgung sind zu gewährleisten. Die Ernte erfolgt sortenspezifisch meist im Spätsommer bzw. Herbst, ist jedoch bei manchen Sorten auch bereits ab Juni laufend möglich (z.B. Zucchini). Weiße und bunte Zierkürbisse werden vom Beet geholt, sobald sie ausreichend ausgefärbt sind. Trocken gereinigt halten sie, sorgfältig gelagert, bis in den Winter. Kürbis Vergleichsanbau
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